hallo.

laila schreibt genau das auf was ihr durch den kopf geht und setzt ihre kommata nach einem mit willkürlich generierten kriterien generiertem zufallsprinzip.

entsprechend sei auch gesagt: grammatik-, deklinations-, konjugations- und auch alle anderen fehler und unklarheiten sind bitte mit nachsicht darauf zu korrigieren (wenn noch eine chance auf rettung besteht) dass ich hier wirklich und wahrhaftig genau das niederschreibe wie ich es mir denke, egal wie unlogisch und/oder schwammig… oder einfach gütig darüber hinwegzusehen und sich ungefähr vorzustellen was ich damit meinen könnte. denn ich weiß nicht was ich tue. dankesehr.

hier gilt: nichts ist ernst zu nehmen, auch nicht diese behauptung.

die einzige ausnahme:

sämtliche inhalte copyright laila sagt © 2011-12, außer wenn explizit und spezifisch anderweitig angedeutet. alle rechte vorbehalten.

noch einmal vielen dank. bittegern. danke. ich riesengroße schleimige nacktschnecke.

marlborololoch

folgendes basiert auf einer wahren begebenheit. ich übernehme keine gewähr für die richtigkeit jedes einzelnen details. sei es euch gesagt! wobei es auch ziemlich egal ist was stimmt und was nicht, in diesem falle schadet etwas unklarheit über passiert und nichtpassiert keinem.

ich hätte nicht gedacht, als ich vor einigen wochen zum allerersten mal meines lebens eine marlboro rauchte und es nicht sonderlich spektakulär fand, und als ich einige wochen später eine ganze packung einfach so geschenkt bekam weil jemand sie so, unwissend von wem sie war, rumliegen hatte, und es immer noch nicht sonderlich spektakulär fand, nein, jetzt sogar etwas weniger als nicht sonderlich spektakulär – einfach pure suchtbefriedigung, von geschmack konnte keine rede sein… – dass ich eines tages von dem bloßen gedanken, eine marlboro zu rauchen, ernsthaft einen brechreiz bekommen würde. man denke sich selber dazu was mir passiert wenn ich tatsächlich eine anzünde und versuche daran zu ziehen -

(nichts, ich sehe sie angewidert an und lasse sie unbedacht auf die fensterbank eines nachbarn fallen)

laila auf dem nachhauseweg. jemand sagte: lasst euch nicht klauen! zu den jungs die mal eben runter zum kiosk wollten. zu laila: komm gut nach hause. standard. sagt man so.

laila macht halt beim dönermenschen. türkische pizza, ohne alles.
kein salat, keine sauce?
nein danke, einfach so, pur.
woran liegt es denn, mögen sie kein salat oder ist es des geldes wegen?
das geld…no cash, man
dann mache ich ihnen salat rein, das ist kein problem.
wirklich? das ist ja…
ich suche nach dem richtigen adjektiv, will nicht ‘nett’ sagen, was ich aber schließlich tue weil mein kopf leer ist.
ja, das ist kein problem, wir sind doch alle menschen, da kann man sowas doch mal machen, das ist wirklich kein problem. letztens kamen hier welche an, die hatten hunger aber kein geld, ich hab gesagt kein problem und hab ihnen zu essen und zu trinken gegeben.
und das schadet ihrem geschäft nicht? kommen sie trotzdem gut durch?
ja, jaja, das geht wirklich, das ist kein problem, wenn ich an einem abend soundsoviel umsatz mache, wissen sie, was sind dann zwei euro? ich lebe gut, und wenn ich solche ‘ausnahmen’ mache lebe ich immer noch gut, also mache ich das auch. wir sind alle menschen, wir haben alle hunger.

diese begegnungen mit menschen machen restlos glücklich. man geht hinaus in die welt und lächelt eine zeit lang vor sich hin. dennoch fängt man bald an sich zu fragen, so, das hat mich jetzt zur überzeugung gebracht dass dieser und kein anderer dönermensch der einzig wahre ist – von nun an versuche ich, wenn möglich, immer hierhin zu gehen. hier fängt das ganze an sich zu verzwicken. ist es die herzlichkeit des inhabers? die tatsache dass ich eine komplette, gesunde, sättigende mahlzeit für weniger als zwei euro bekam – aus menschlichem mitgefühl? was würde passieren würde ich da nochmal antanzen und dieselbe show abliefern? denn ab dem zweiten mal wäre es eine show, auch wenn es dieses mal wahrhaftig keine war. und wenn ich versuchen würde, beim nächsten mal fünfzig cent mehr zu zahlen? würde er es annehmen? dürfte ich das aus respektgründen nicht eigentlich überhaupt nicht machen? wäre das nicht eine abgrundtiefe beleidigung an seine aufrichtige

laila schlendert zur bahn. sie kommt genau im richtigen moment. die zeit geht erstaunlich schnell vorbei. ehe sie sich versieht ist sie am bahnhof gesundbrunnen angekommen, ein herr setzt sich ihr gegenüber. die üblichen überlegungen, warum ausgerechnet hier wenn überall sonst auch frei ist.. bald merkt sie, wie immer, dass es keinen sinn hat, eigentlich ist es komplett sinnlos sich diese gedanken zu machen, ekeligen herren gibt es überall, und dieser sieht beim ersten kurzen, richtigen, nicht-über-die-reflektion-im-fenster- hinsehen gar nicht mal so abstoßend aus, ganz nett sogar, freundlich jedenfalls.

er fragt irgendwas, es ist unverständlich. bitte?
das datum, welches datum haben wir?
den sechzehnten. mittlerweile. sonntag war der fünfzehnte. montag ist der sechzehnte.
ja, danke.
kurzes palabern über das verschwimmen der tage, eigentlich ist es ja noch sonntag – ehe man nicht geschlafen hat ist es noch der tag an dem man das letzte mal aufgewacht ist.
er sagt er hat morgen frei und irgendwas anderes, sie versteht ihn sehr schlecht. er fragt was sie beruflich macht. sie studiert.

sie lächelt verständnisvoll. auf was genau sie verständnisvoll lächelnd reagiert weiß sie aber nicht. es ist eine reaktion, pure reaktion.
sie reden über das tolle berlin. billig, immer etwas los. vergleiche mit anderen deutschen städten.

da – beusselstraße. er steht auf. ich wohne hier.
ja, ich auch. ach.

sie holt filter, blättchen, tabak raus. sie gehen die treppe rauf, auf die brücke, zur straße.
das ist ja auch billig, bemerkt er.
ja, lacht sie, auch eine berlin-entdeckung. wirklich billig.
ich habe zwei packungen zuhause, aber ich rauche nicht.
achso? warum denn? notzigaretten? haha.
nein, einfach so. er weiß nicht warum, scheinbar. ich wohne hier, um die ecke. wenn sie wollen, können sie die zigaretten haben. marlboro.
ja, von mir aus, gerne doch. (zwei packungen kippen – umsonst? herdamit. denkt sie.) sie sucht feuer, kramt, findet. anmachen klappt nicht, dieses feuer ist fast leer.
da ist die tür. sie sagt sie wartet einfach unten, wenn das in ordnung ist. darüber hat sie sich die letzten paar meter gedanken gemacht – klar ist das unhöflich, der typ schenkt dir quasi zehn euro, das mindeste was man tun kann ist ihm den weg von haustür zu wohnungstür und zurück ersparen. aber langsam kommen erste bedenken hoch, also entscheidet sie sich für die unhöflichkeit.
er bittet sie darum mitzukommen. ist kein problem, kein problem.

gut..

erster stock, zweiter stock, dritter stock. es wird plötzlich sehr bedenklich. die straße ist fern. je weiter sie sich von der haustür entfernt, desto komischer wird das ganze.

die wohnung ist ein loch, kleiner als ihre eigene.

ich kann die zigaretten nicht rauchen. sie schmecken nach verzweiflung.

fotoeckenprokrastinierung

muss das foto richten, eine ecke hängt seit mehreren wochen herunter, das foto ist in gefahr ganz von der wand zu fallen

wann mache ich es?
gut, wir nehmen uns einen tag vor
schlafen, duschen, frühstücken. ins leere starren, versuch, sich geistig auf das vorhaben einzustellen
kaffee
zigarette
kaffee
meditation
meditation vor facebook
meditation auf der toilette
essen, kaffee, rauchen
stelle mich kurz hin und überlege wie ich das anstelle
oh, ich muss glas runterbringen. moment, zuerst noch kurz meditation vor facebook
entschluss, jetzt das bild zu richten
ein bein auf die waschmaschine

oh schreck, was ist wenn die in sich zusammenfällt oder umfällt oder beides, entweder vor die tür oder vorwärts ins klo das nur in der wand hängt und keinerlei unterstützung vom boden hat?

dann ist das klo und die waschmaschine futsch, das wäre ungut

man nehme das bein runter denn langsam bereitet einem diese position schmerzen

kurz zum ausglech dehnübungen und aerobic zu the lovin’ spoonful machen um wieder aus der melancholie rauszukommen

meditation. vor facebook. kochen. essen. rauchen.

meditation am fenster, nachbar anglotzen, unwissend ob er mich rüber spyen sieht oder nicht und diesem gedanken völlig gleichgültig gegenüberstehen

feststellen was für ein wunderbarer blauer himmel doch draußen ist und die sonne scheint aber bald scheint sie schon wieder nicht mehr denn es ist schon wieder fast abend
entschluss, den guten tritthocker zu nehmen um das bild zu richten

man stelle den hocker neben die waschmaschine und stelle fest dass dieser ja doch recht unzureichend bemalt ist. man holt wandfarbe und farbekonzentrate, ein riesengroßes blatt papier als unterlage, stellt alles in die küche, raucht ein paar und trinkt noch mehr kaffee und isst noch ein paar gurkentopfgurken mit erdnussbutter aus dem glas welches man gestern geöffnet bzw gekauft hat und nun schon fast zur hälfte leer ist .. alles zur einstimmung, überlegt sich ein farbkonzept welches letztendlich doch nicht umgesetzt wird zugunsten einem farbkonzept ohne konzept. setze dann dieses um und schaue der farbe beim trocknen zu.

meditation bei ffftumblr.

ach schau, die al quaida terrorisiert momentan das internet mit einem foto von einem ultrasüßen schweinchen in gummistiefeln.

meditation bei youtube. artet aus. die noch eben halbvolle flasche rotwein ist bis auf ein paar tropfen die noch zum kochen verwendet werden könnten leer.

die beatles waren ein paar nette jungs.

ich bin müde. betrachte den hocker.

heute war ein produktiver tag. morgen mache ich das was ich heute vorhatte. alles, was dabei rumkommt wenn man etwas ganz anderes machen wollte ist meistens besser als das, was man ursprünglich vorhatte.

herr schornsteinfeger

ich kann nicht warten. was macht man wenn man wartet? wenn man nicht weiß wie lange man warten soll, vor allen dingen. wenn menschen sich ankündigen aber keine angaben machen können bzw wollen wann sie denn nun genau kommen. dies gilt sowohl für kommilitonen als auch für beste freundinnen der tanten als auch für schornsteinfeger als auch für telekomtechniker. man glaubt man habe genug zu tun bis sie antanzen dass man sich sogar überfordert fühlt und entsprechend beeilt und voll im FERTIGWERDENRAUSCH ist aber gleichzeitig ich will aber nicht blöd aussehen als hätte ich nichts zu tun wenn sie nun doch kommen und findet sich in der zwiegespaltenen situation wieder, sich gleichzeitig beeilen und zeit lassen zu müssen. anders geht es nämlich auch nicht. was passiert dann vor allem wenn man sich beeilt und fertig wird und dann, ja, dann hockt man da. dann starrt man aus dem fenster oder sitzt auf der couch oder putzt tausendmal die fensterbank. dann denkt man sich, hm, das bad könnte auch etwas gewische gebrauchen.
dann muss man sich aber erstmal hinsitzen und abwägen wie lange es denn circa dauern würde dies umzusetzen noch bevor jene so sehnlichst oder auch weniger sehnlichst erwarteten menschen an der wohnungstüre klopfen und ob man denn nun lieber in einem selig gelangweiltem zustand oder einem dreckigrotgesichtigem aber produktivität ausstrahlendem zustand erwischt werden möchte.

besonders schwierig ist die situation wenn diejenigen die erwartet werden auch etwas von einem selber erwarten, etwa den zugang zur nichtexistenten öffnung in der decke von wo aus die abgaswege überprüft werden können. dann steigt man in die dusche in dem glauben es ist noch nicht acht uhr und er hatte sich ja zwischen acht und dreizehn uhr angemeldet also dürfte das doch hinkommen…. es klopft laut und eindringlich und wütend.

man murmelt MOMENT und entscheidet unterbewusst dass es nun egal ist, quasi nackt und mit triefenden haaren die tür aufzumachen, er wollte es ja selber so. also tut man das. problem gelöst. man hat sogar noch einen funky auftritt im treppenhaus wo gerade heute recht viel renovierungsmäßig los ist hingelegt. dann aber. ja, gut, sie sind da, frau olschowy, gut, wir kommen ungefähr in einer stunde wieder. super, gut, danke, dann darf ich mich ja doch noch anziehen bevor sie die situation meiner therme beleuchten und evtl für nicht vertretbar erklären. wengstens das lässt man mir noch, und es reicht mir vollkommen, vielen dank.

da hat man sich gerade angezogen, es klopft. laut. eindringlich. wütend. sehr wütend. DAS WAR ABER KEINE STUNDE HERR SCHORNSTEINFEGER REUSS. UNTERSTEHEN SIE SICH. da steht aber nun jemand anders. ist es etwa der gleiche wie eben, ich kanns grad irgendwie nicht einschätzen. der von eben hatte aber schwarz an, dieser herr ist blau. nicht in dem sinne. außerdem sieht er sowieso vollkommen anders aus. brauchensiegeradeihrwasser? bittewas? brauchen sie wasser? ich hab gehört sie duschen gerade.

ACHSODESWEGENKLOPFENSIEAUCHNOCHALLEWOLLENSIEMICHIM HANDTUCHUNDMITENASSENHAARENSEHENSIESCHWEINE. ich überlege, naja, ich bräuchte schon wasser, ich brauche doch kaffee…das letzte mal als sie das taten, also einfach das wasser abstellten einfach so ohne vorwarnung auch noch war das in der tat sehr frustrierend weil ich mir keinen kaffee machen konnte bis ich entdeckte dass ich zufällig noch ein restchen in der 0.5 l volvic notfallwasserflasche vom vorherigen tage übrig hatte. damit war ich damals gerettet. aber jetzt sieht es schlecht aus. ja, wie sieht’s aus, kurz zehn minuten verzichten, KÖNNEN SIE DAS? ja.. ja, ich denke schon. wenn es sein muss. ABER NUR WENNS SEIN MUSS JA. laila rennt schnell zur spüle und füllt die teekanne und die 1,5l volvic sommeredition erdbeere flasche mit wasser. und alle tassen und teller und die kaffeekanne und den milchschäumer (JA ICH HABE NUN EINEN MILCHSCHÄUMER TOLL WAS). ach, und die badewanne und sämtliche weinflaschen auf der fensterbank. dann kommt kein wasser mehr. was ab diesem moment schon fast daran liegen könnte dass ich einfach in dieser kurzen zeit sämtliches im moment in berlin bzw der huttenstr 71 zur verfügung stehendes wasser in meine wohnung abgefüllt habe. tja, droht mir das wasser abzustellen und ich nehme es euch einfach ganz. ha. hahaha.

gut, nun wird sich frühstück gemacht und sehr rasch aufgegessen, man hat nämlich intelligenterweise keinen einzigen blick auf die zehn minuten nachgehende uhr geworfen und dementsprechend keinen plan wann denn nun der liebe herr schornsteinfeger wiederkommt. gut. kaffee wird gekocht, inzwischen ist auch das wasser schon wieder da, das ganze abfüllen in der not zehn minuten ohne auskommen zu müssen war schließlich auch nicht nötig gewesen…

erste kippe.
keine musik. sonst überhört man schließlich noch das klopfen. ah, da sind sie ja, herr schornsteinfeger. aha, sie sind alleine, wo ist denn ihr gutaussehender mitarbeiter geblieben? naja. sie sind nun aber sehr viel freundlicher und ruhiger drauf als eben als sie mir von der untersten treppenstufe entgegenbrüllen mussten wie oft sie mich auf meinem handy angerufen haben und immer ging der anrufbeantworter dran und doch die nummer existiert noch da kam immer ja frau olschowsky ist grad nicht zu erreichen nachricht hinterlassen blabla und ich hab sie von herrn schubert und WOW sie ist da wo waren sie die ganze zeit ich habe sie die ganze zeit angerufen und lasse hier meinen gutaussehenden assistenten laut und wütend für mich klopfen damit sie endlich mal and die tür gehen auch wenn es heißt triefend und im handtuch aus der dusche steigen und moment murmeln und hoffen sie verprügeln mich nicht dafür dass ich mich am montag dazu entschieden das schnaufende klopfen zu ignorieren weil ich in meinem bett lag und mich nicht dazu fähig hielt einem schornsteinfeger oder auch sonstwem entgegenzutreten.

ja, nun müssen sie sich nicht vor den polnischen handwerkern profilieren, nun sind sie ruhig und erklären mir gelassen dass demnächst dringendst ein loch in meine küchendecke gerissen werden musse. okay, mister schornsteinfeger, ich freue mich, sollen wir direkt einen termin ausmachen? wie ist heute abend? nagut, sie kommen gleich wieder, alles klar, ich warte hier, ja ich bin noch hier, kommen se in ner stunde wieder, ich bin da.

natürlich wird wieder nicht auf die uhr geschaut. man macht den abwasch, dreht eine zigarette und legt sie auf den tisch und sitzt da. und sitzt und fragt sich, ja, warten, warum? warum muss ich so etwa tun? das ist doch alles leerlauf, wenn man wartet tut man nichts und es ist alles verschenkte zeit. andererseits habe ich ja festgestellt dass sich das gezielte bzw erlaubte nichtstun positiv auf das allgemeine wohlbefinden und vor allem auf die kreativität auswirkt. also sitze ich und tue nichts. nein. ich tue nicht nichts, ich warte doch. und das ist auch in ordnung, stelle ich nun zusätzlich zum wiederhilten male fest, denn was kann ich denn dafür dass ich auf den schornsteinfeger warten muss und in der zwischenzeit ja offensichtlich nichts richtiges tun kann? siehste mal. gut, abtrocknen wäre eine möglichkeit. also trockne ich ab. wische den herd ab und die spülablage und die fensterbank und den tisch und fege den boden und räume den schreibtisch auf und sortiere meinen kleiderschrank um der kein kleiderschrank ist sondern ein regal hinter einer gardine. ach, da sind sie ja wieder, herr schornsteinfeger UND GUTAUSSEHENDER ASSISTENT der auf den zweiten blick doch gar nicht so gut aussieht. was möglicherweise an meinen nun mit kontaktlinsen und wimperntusche ausgestatteten augen liegen könnte. ja, mittlerweile bin ich sogar ganz angezogen. ich sehe zu, rauche und fühle mich sehr smooth und sehe zu und unterschreibe das protokoll. so, wir sind fertig, ich komme aber nochmal wieder. WAS. ALTER. WAS. SOLL. DAS. ich habe zwar immer noch nicht die intention hier wegzugehen weil ich meine wohnung sehr schön finde und mich hier sehr wohl fühle, nungut, tabak, neuer, wäre angebracht, aber ich bleibe gern hier und übe mich im drehen von zigaretten mit krümeligem resttabak. gut. gut! ich mache keine musik an – NICHT weil ich panik habe das klopfen wieder nicht zu hören und angeschimpft zu werden ich hätte mich bewusst aus meiner wohnung entfernt um ihnen den zutritt zu entmöglichen, nein, ich genieße schlichtweg die stille, immerzu musik zu hören ist ja auch grauenvoll, man kommt doch gar nicht zur ruhe. ich habe hunger.

ich will kochen. aber ich will nicht dass sie mir beim kochen geschweigedenn essen zusehen falls sie zufällig jetzt gerade in diesem moment wieder klopfen sollten. gut, diese abneigung wird unterdrückt, es ist schließlich bald eins. und ich habe ja schon so viel geleistet heute. jaja. also koche ich, ich werde fertig, sieh an, setze mich aus sofa und versuche den viel zu heißen und scharfen tofu zu genießen, da klopft es sanft, ach lieber herr schornsteinfeger, lange nicht gesehen, kommen sie rein, kommen sie rein, was gibt es denn heute nachzusehen? nichts, anscheinend. auf wiedersehen. essen, schlafen. guts nächtle.